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Reisen in den Philippinen

Note 2 — ZWANZIGSTES KAPITEL

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In einem Briefe des Pater Cantova an den Pater d’Aubenton, Agdana (d. h. Agaña, Mariannen) 20. März 1722, der die Carolinen- und Paláosinseln beschreibt, heisst es: »das vierte Gebiet liegt westlich. Yap (9° 25′ N. 138°1′ O. Gr.)2 welches die Hauptinsel ist, hat über 40 Leguas Umfang ... Ausser den verschiedenen Wurzeln, die bei den Eingeborenen der Insel die Stelle des Brodes vertreten, findet man Bataten, welche sie Camotes nennen und welche sie von den Philippinen erhalten haben, wie mir einer von unseren Carolinen-Indiern mittheilt, der von dieser Insel gebürtig ist. Er erzählt, dass sein Vater, Namens Coorr ... drei seiner Brüder und er selbst durch den Sturm nach einer der Provinzen in den Philippinen verschlagen wurden, welche man Bisayas nennt, dass ein Missionär unserer Gesellschaft (Jesu) sie freundlich aufnahm ... dass sie nach ihrer Insel zurückkehrend, Samen verschiedener Pflanzen dahin brachten, unter andern Bataten, die sich so sehr vermehrten, dass sie genug hatten, um die andern Inseln dieses Archipels damit zu versehn« ... Murillo Velarde (f. 378) erwähnt, dass 1708 einige vom Winde verschlagene Paláos in Palapag (Nordküste von Samar) ankamen. Ich hatte später Gelegenheit in Manila eine Gesellschaft von Paláos und Carolinen-Insulanern zu photographiren, die ein Jahr zuvor durch Stürme an die Küste von Samar geworfen worden waren. Dies sind, abgesehn von der freiwilligen Reise, sechs ungesucht sich darbietende Beispiele von Mikronesiern, die nach den Philippinen verschlagen wurden. Es würde vielleicht nicht schwer sein noch mehrere aufzufinden, aber wie oft mögen vor und nach Ankunft der Spanier Fahrzeuge von jenen Inseln in den Bereich der NO. Stürme gerathen und von diesen unwiderstehlich an die Ostküsten der Philippinen getrieben worden sein, ohne dass die Kunde davon aufbewahrt blieb.3 Wie am Westrande des Archipels der lange Verkehr mit China, Japan, Hinterindien und später mit Europa den Typus der Rasse beeinflusst zu haben scheint, so mögen wohl auch am Ostrande polynesische Beziehungen in ähnlicher Weise gewirkt haben. Auch der Umstand, dass die Bewohner der Ladronen4 und die Bisayer5 die Kunst besassen ihre Zähne schwarz zu färben, scheint auf frühen Verkehr der Bisayer und Polynesier zu deuten.6

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