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Reisen in den Philippinen

Note 9 — VIERUNDZWANZIGSTES KAPITEL

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Um den Bast zu erhalten, wird der Stamm dicht über dem Boden abgeschnitten und von den Blättern und äussern Hüllen befreit; dann löst man die einzelnen Blattstiele in Streifen ab, macht auf der innern, konkaven Seite einen Querschnitt durch die Haut und reisst sie sammt dem daran haftenden fleischigen Theil (dem Parenchym) ab, so dass nur die äussere Haut möglichst rein zurückbleibt. Oder man löst den Bast von dem unzertheilten Stamm. Zu dem Zweck macht der Arbeiter einen schrägen Einschnitt in die Haut am untern Ende des Stammes, fährt mit dem Messer unter den Zipfel, zieht einen möglichst breiten Streifen der ganzen Länge nach ab, und wiederholt dies so lange es lohnt. Dies Verfahren, ausgiebiger, aber zeitraubender als das zuerst beschriebene und daher nur selten angewendet, heisst: jagot, jenes: luni. Die Baststreifen werden dann unter einem drei Zoll hohen, sechs Zoll langen Messer durchgezogen, das mit einem Ende an einem elastischen Stock so befestigt ist, dass die Klinge senkrecht über einem geglätteten Block schwebt, und am andern Ende, dem Griff, mittelst einer an einem Trittbrett angebrachten Schnur fest aufgedrückt werden kann. Der Arbeiter zieht die mehr oder weniger gereinigten Bastreifen zwischen Block und Messer durch, von der Mitte anfangend erst nach der einen, dann nach der andern Seite. Das Messer darf nicht schartig oder gar sägenförmig gezähnt sein, wie Padre Blanco angiebt.9

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