Note 8 — VIERUNDZWANZIGSTES KAPITEL
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Pflanzen, die geblüht haben, werden gar nicht ausgebeutet, angeblich weil ihre Faser zu schwach ist. Eine so zartfühlende Rücksicht für den unbekannten Konsumenten jenseits des Weltmeers trotz dringender Nachfrage und mangelnder Aufsicht wäre befremdend. Auch ist kein Grund ersichtlich, weshalb die Faser schwächer werden sollte durch den Vorgang der Fruchtbildung, der doch nur zu den Gefässzellen in Beziehung steht, die Umwandlung ihres Inhalts in lösliche Stoffe und ihre allmälige Entleerung zur Folge hat, während die Faserzellen dadurch nicht beeinflusst werden. Diese nehmen im Gegentheil mit dem Alter der Pflanze an Festigkeit zu; haften aber, weil die entleerten Zellen, durch Ablagerung harziger Stoffe an einander kleben, so fest zusammen, dass es nicht möglich sein würde, sie ohne sehr vermehrten Kraftaufwand und unzerrissen zu gewinnen. So mag die irrige Meinung entstanden sein. Durch vorheriges Rösten, wie beim Hanf, liessen sich vielleicht auch die alten Pflanzen verwerthen, jedoch nicht ohne beträchtliche Erhöhung des Arbeitslohns, der schon jetzt den grössten Theil der Darstellungskosten ausmacht.8