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Reisen in den Philippinen

Note 1 — VIERTES KAPITEL

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Bertillon (Acclimatement & Acclimatation, Dict. encycl. des sc. méd.) schreibt die Fähigkeit der Spanier, sich in heissen Ländern zu akklimatisiren, vorzüglich ihrer starken Vermischung mit syrischem und afrikanischem Blut zu: die alten Iberer scheinen aus Chaldaea über Afrika gekommen zu sein, Phoenizier und Carthager hatten blühende Kolonien in Spanien, in neuerer Zeit haben die Mauren Jahrhunderte lang das Land besessen und grossen Glanz entfaltet, was der Kreuzung förderlich sein musste. So hat sich zu drei Malen afrikanisches Blut reichlich mit spanischem gemischt. Das heisse Klima der Halbinsel mag wohl auch dazu beitragen, ihre Bewohner für das Leben in den Tropenländern geschickt zu machen. Unvermischten Indo-Europäern ist es nie gelungen, am Südrande des Mittelmeers sich fortzupflanzen, noch weniger in heisseren Ländern.

In Martinique, wo 8–9000 Weisse von der Ausbeutung 125,000 Farbiger in Fülle leben, nimmt die Bevölkerung trotzdem nicht zu, sondern ab. Die französischen Kreolen haben die Eigenschaft verloren, sich im Verhältniss der vorhandenen Lebensmittel zu erhalten und zu vermehren. Familien, die nicht von Zeit zu Zeit durch Zuführung neuen europäischen Blutes gestärkt werden, erlöschen in drei bis vier Generationen. Ebenso geht es in den englischen Antillen, nicht aber in den spanischen, obwohl Klima und natürliche Verhältnisse dieselben sind. Nach Ramon de la Sagra ist die Zahl der Todesfälle unter den Kreolen geringer, die der Geburten grösser als in Spanien; die Sterblichkeit bei der Garnison aber sehr bedeutend. Danach scheint bei der spanischen Rasse eine ächte Akklimatisation durch Auswahl stattzufinden: die ungeeigneten Individuen sterben, die andern gedeihen. ↑

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