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Reisen in den Philippinen

Note 1 — SIEBENUNDZWANZIGSTES KAPITEL

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Die Philippinen wurden von Magellan am 16. März 1521, dem S. Lazarus-Tage entdeckt,1 aber erst 1564, nachdem mehrere frühere Versuche fehlgeschlagen, gelang es Legaspi, der mit fünf Schiffen von Neu-Spanien auslief, den Archipel für Philipp II. in Besitz zu nehmen. Der Entdecker hatte die Inseln nach dem heiligen Lazarus getauft, dieser Name wurde indessen nicht gebräuchlich; die Spanier nannten sie hartnäckig die westlichen, islas del poniente (s. S. 2), die Portugiesen islas del oriente; Legaspi gab ihnen ihren gegenwärtigen Namen zu Ehren Philipps II., der ihnen seinerseits den später wieder verschollenen Titel Neu-Castilien beilegte.2 Zunächst nahm Legaspi Cebu, dann Panay in Besitz, erst sechs Jahre später (1571) eroberte er Manila, damals ein von Palissaden umgebenes Dorf und begann sofort den Bau einer befestigten Stadt. Die Unterwerfung der übrigen Gebiete geschah so schnell, dass sie bei Legaspis Tode (Aug. 1572) im Wesentlichen vollendet war. Zahlreiche wilde Stämme im Innern, die Muhamedaner-Staaten Mindanaos und der Sulugruppe haben bis heut ihre Unabhängigkeit bewahrt. Der Charakter der Bevölkerung sowohl als ihre politischen Einrichtungen begünstigten die Besitznahme. Es gab kein mächtiges Reich, keine alte Dynastie, keine einflussreiche Priesterkaste zu überwältigen, keine nationalstolzen Ueberlieferungen zu unterdrücken. Die Eingeborenen waren Heiden oder seit Kurzem oberflächlich zum Islam bekehrt und lebten unter vielen kleinen Häuptlingen, die mit grosser Willkür herrschten, einander befehdeten und leicht überwunden wurden. Eine solche Gemeinschaft hiess Barangay; sie bildet noch heut, wenn auch in sehr veränderter Form, die Grundlage der Gemeindeverfassung.

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