Note 1 — SECHSTES KAPITEL
Reading edition
Den Weg nach Calumpít, 3 L., legte ich im schönen Wagen eines Gastfreundes zurück, auf sehr guter Strasse, unter Obstbäumen, Kokos- und Arecapalmen. Der Anblick dieser fruchtbaren Provinz erinnert an die reichsten Gebiete Java’s, aber die hiesigen Pueblos verrathen mehr Wohlstand als die dortigen Desas. Die Häuser sind substanzieller; geräumige Bretterhäuser häufig, selbst Steinhäuser nicht selten, die in jener Insel fast immer einen Beamten oder inländischen Fürsten anzeigen. Während aber selbst der arme Javane sein Wohnkörbchen zierlich flicht, die Strassen des Dorfes mit blühenden Hecken einfasst, Alles Nettigkeit und Sauberkeit verräth, scheint hier weniger Sinn dafür vorhanden. Auch fehlt den Dörfern der Alun-alun, jener schöne sorgfältig gepflegte, von Waringibäumen beschattete Platz.1 Die Zahl und Manchfaltigkeit der Fruchtbäume, unter deren Laub die javanischen Desas ganz verborgen liegen, ist selbst in dieser Provinz, dem Garten der Philippinen, viel geringer als dort. Abends erreichte ich Calumpít, als gerade eine hübsche Prozession mit vielen Fahnen und Fackeln, unter wohlklingendem Gesang sich um die stattliche Kirche bewegte, bei deren trefflichem Pfarrer Llanos ein Brief aus Madrid mir die gastlichste Aufnahme verschaffte. Calumpít, ein wohlhabender Ort von 12,250 E., liegt am Zusammenfluss des von O. kommenden Quíngoa mit dem Pampánga, in einer sehr fruchtbaren, häufigen Ueberschwemmungen ausgesetzten Ebene. Im Norden, etwa 6 Leguas NW. erhebt sich der Arayat, ein hoher isolirter Kegelberg. Von Calumpít gesehn, zeigt sein westlicher Abhang (a b) 20°, sein östlicher (e f) 25°, die Gipfelplatte (b c) 4 bis 5° Neigung gegen den Horizont.