Note 6 — NEUNZEHNTES KAPITEL
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Immer noch ohne Diener, fuhr ich mit meinem Gepäck in zwei kleinen Kähnen den Fluss hinauf, an dessen beiden Seiten sich Reisfelder und Kokoshaine ausbreiten, die aber, durch einen dichten Saum von Nipapalmen und hohem Rohr verborgen, nur durch gelegentliche Lücken sichtbar sind. Die zuerst flachen, sandigen Ufer werden allmälig steiler, bald zeigt sich anstehendes Gestein, feste Bänke von sandigem Thon, mit seltenen Spuren undeutlicher Versteinerungen. Eine kleine Muschel6 hat an der Wassergrenze so zahlreiche Löcher in die Thonbänke gebohrt, dass diese wie Honigwaben aussehn. Um 12 kochten wir unsern Reis in einer einzeln stehenden Hütte bei freundlichen Leuten. Die Frauen, die wir in zerlumpten, schwarzen Guináragewändern überraschten, zogen sich beschämt zurück und erschienen bald darauf in sauberen bunten Sayas, messingenen Ohrringen und Schildkrötenkämmen. Als ich ein kleines nacktes Mädchen zeichnete, nöthigte die Mutter sie ein Hemd anzuziehn. Um 2 bestiegen wir die Boote wieder, ruderten die ganze Nacht und erreichten um 9 Vormittags eine kleine Visita, Cobocóbo. Nach Abzug der zweistündigen Mittagsrast hatten die Leute 24 Stunden ununterbrochen gearbeitet und waren guter Dinge, wenn auch etwas müde.