Note 13 — FÜNFUNDZWANZIGSTES KAPITEL
Reading edition
Die Bevölkerung der Tabakdistrikte, die nach Aufhebung der Regie die reichste und glücklichste des gesammten Archipels sein würde, befindet sich im tiefsten Elend. Sie wird grausamer behandelt als die Sklaven von Cuba, die, wenn auch aus selbstsüchtiger Absicht, gut genährt und verpflegt werden, während erstere die Produkte der Zwangsarbeit dem Staate hergeben muss zu einem von ihm willkürlich bestimmten Preise, einem Preise den er zahlt, wenn die immer schwierige und bedrängte Lage des Schatzes es gestattet. Häufig fehlt es an Nahrungsmitteln, da ihr Anbau verboten ist. Die unglückliche Bevölkerung, die keine andere Mittel besitzt, um ihre dringendsten Bedürfnisse zu befriedigen, ist gezwungen mit ungeheuren Verlusten die Schuldverschreibungen eines Schuldners zu veräussern, welcher ihm die Frucht der Zwangsarbeit zwar abkauft, aber nicht bezahlt. Wegen eines so geringfügigen Nutzens (1⅓ Million) wird die Bevölkerung der reichsten Provinzen in furchtbares Elend gestürzt, tiefgehender Hass zwischen Regierten und Regierenden erzeugt, ununterbrochener Krieg zwischen Behörden und Unterthanen. Es wird eine höchst gefährliche Klasse von Schmugglern erzogen, die sich schon jetzt nicht auf blosses Schmuggeln beschränken, und um die sich bei der ersten Gelegenheit die übrigen Unzufriedenen wie um einen festen Kern schaaren werden. Die Regiebeamten werden grober Bestechungen und Betrügereien beschuldigt, die wahr oder unwahr grosses Aergerniss geben und zunehmende Missachtung der Kolonialverwaltung sowohl, als des gesammten spanischen Volks erzeugen.13