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Reisen in den Philippinen

Note 1 — ELFTES KAPITEL

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Bei der zahlreichen Bevölkerung und dem grossen Wohlstand, deren sich die Provinz jetzt erfreut, wäre es ein leichtes die vorhandenen Strassen zu erhalten und zu vervollständigen. An gutem Willen fehlte es dem trefflichen damaligen Beamten gewiss nicht, aber ihm waren die Hände gebunden. Die jetzigen Alkalden bleiben nur 3 Jahr in einer Provinz (zu Peñerandas Zeit 6 Jahr), ihre Zeit wird fast gänzlich durch die laufenden amtlichen und richterlichen Geschäfte in Anspruch genommen; bevor sie ihre Provinz, deren Mittel und Bedürfnisse einigermaassen kennen lernen, müssen sie dieselbe schon wieder verlassen; so gross ist das Misstrauen der Regierung in ihre eigenen Diener. Ihre Macht ist auf das äusserste Maass beschränkt, sie haben fast keine Initiative. Unternehmen wie das Peñeranda’sche durchzuführen, wäre heut nicht möglich. Die für Ablösung von Frohnden eingehenden Gelder, die ausschliesslich zum Nutzen der betreffenden Provinz verwendet werden sollten1, müssen nach Manila abgeliefert werden. Schlägt der Alkalde eine dringend nothwendige Verbesserung vor, so hat er so viele Berichte, Eingaben, Anschläge einzureichen, die häufig unbeantwortet bleiben, dass ihm gewöhnlich bald die Lust zu allen Verbesserungsvorschlägen vergeht. Bedeutende Werke aber, die grössere Ausgaben erfordern, werden fast ausnahmslos von der Zentralstelle, als nicht dringend, zurückgewiesen. Der Grund liegt nicht im bösen Willen der Kolonialregierung, sondern darin, dass die Caja de Comunidad in Manila fast immer leer ist, da sich die spanische Regierung in ihrer chronischen Finanznoth das Geld borgt und nicht im Stande ist es zurückzuzahlen.

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