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Rabeh und das Tschadseegebiet

Note 43 — VIII. Kämpfe Rabehs mit Frankreich.

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Das Stromsystem des Schari ist sehr verworren. Eine ganze Anzahl Flüsse entspringen von einer breiten, von West nach Ost sich hinziehenden Wasserscheide, die sich in keiner grossen Entfernung vom Ubangi befindet. Im Heidengebiet der Sarra nähern sich die verschiedenen Ströme einander mehrfach derart, dass Sumpfland zwischen ihnen entsteht. Aber etwa am 10. Breitengrade, dort wo die Flüsse in das Tschadseegebiet eintreten, und wo der eigentliche Schari die Ostgrenze zwischen unserer und der französischen Kolonie bezeichnet, haben sich bereits zwei besondere Ströme aus den verschiedenen Nebenflüssen gebildet: der östliche Schari und der westliche Logon. Bemerkenswert ist, dass der Schari, wie Prins mitteilt, zwischen dem 9. und dem 10. Breitengrade die Tendenz hat, seinen Lauf nach Osten zu verlegen. Beide Flüsse sind auf deutschem Gebiet für Dampfboote schiffbar, die allerdings, soweit es sich bis jetzt beurteilen lässt, einen Tiefgang von nicht mehr als 4 m haben dürfen und infolgedessen am besten mit einer Heckrad-Vorrichtung zu versehen sein würden. Beim Zusammenfluss des Logon mit dem Schari messen beide Ströme ungefähr je 2 km in der Breite. Der Logon hat hier eine Tiefe von 5 m. Der Schari schwillt nach Foureau oft derart an, dass sein Bett an einzelnen Stellen mehr als 6 und 8 km breit wird, und dass seine Wasserfläche ausserdem noch die Ufer weithin überschwemmt. Der grösste Teil des westlichen Ufers des Schari nördlich des 10. Breitengrades, also des uns zustehenden Gebietes, ist muhammedanisch. Im nördlichen Teile wird vorwiegend Kanuri, aber auch arabisch gesprochen. Das Land zwischen Schari und Logon ist besonders fruchtbar und reich bevölkert. (Vergl. Prins in Bulletin de la Société de Géographie, 1900, S. 177 ff.).

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