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Rabeh und das Tschadseegebiet

Note 11 — III. Die ersten Eroberungszüge Rabehs.

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Belgische Quellen (vergl. A. J. Wauters, Mouvement Géographique, 1899, No. 44) geben die ersten Geschicke Rabehs, nachdem er den Verfolgungen Gessis sich hatte entziehen können, wie folgt: Zunächst habe er sich südwestlich nach Dar Fertit gewandt, das er vernichtete. Darauf wäre er, weiter südwestlich ziehend, in das Gebiet der Kresch und der Banda eingedrungen, die er sich unterworfen habe. Dann sei es zu einem grossen Kampfe zwischen ihm und den Sakkara gekommen, deren Anführer damals Bali, der Vater ihres gegenwärtigen Schech Bangasso, gewesen sei. Die Schlacht habe am Bali, einem Nebenflusse des Ubangi, unweit des Dorfes Baso, also in der nächsten Nähe der nördlichen Grenze des Kongostaates, stattgefunden. Die Sakkara seien vollständig geschlagen worden, und ihr Gebiet wäre der Verwüstung und Unterwerfung in derselben Weise wie das der Kresch und Banda anheimgefallen, wenn der Sieger in seinem Marsche nach dem Ubangi nicht durch absoluten Mangel an Lebensmitteln und die Furcht, auch im Süden sich nicht verproviantieren zu können, aufgehalten worden wäre. Infolgedessen habe er sich nunmehr nach dem Nordwesten gewandt. Nach der Überschreitung des Koto, eines anderen Nebenflusses des Ubangi, sei er nach Dar Runga marschiert, dessen in Kuti residierender Sultan, ein Vasall von Wadai, sich ihm unterwerfen musste. Bei dieser Gelegenheit seien Rabeh grosse Waffenvorräte in die Hände gefallen, und von dem Augenblicke an datiere seine eigentliche Macht. Die gedachten belgischen Quellen verlegen diese Ereignisse in die Jahre 1883 und 1884.

Es ist schwer zu entscheiden, ob der gegen die dem Kongostaate nahe liegenden Sakkara gerichtete Kampf der Festsetzung Rabehs in Kuti wirklich vorangegangen ist. Es ist mir wahrscheinlicher, dass es sich dabei um einen jener Kriegs- und Raubzüge handelt, welche Rabeh von Kuti aus strahlenförmig nach dem Südwesten und Südosten ausführte.

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