Note 77 — Abriss der Geschichte der Tschadseeländer.
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Seit mehr als 20 Jahren war Foureau an der Erforschung der Sahara thätig. Von seiner Durchquerung Afrikas von Algerien über den Tschadsee zur Kongomündung, die er von langer Hand vorbereitet hatte, brachte er neben zahlreichen anderen wissenschaftlichen Resultaten über 500 astronomische Ortsbestimmungen mit. Nach den Untersuchungen Foureaus bildet der Bahr el Ghazal im Südwesten des Tschadsees keinen Zufluss des Sees. Vielmehr ist er eher als eine Art von Abfluss zu betrachten, indem er nach Nordosten hin bei starkem Wasserstande des Sees eine golf- oder lagunenartige Verlängerung desselben darstellt, welche zu gewissen Zeiten Wasser an der Erdoberfläche etwa 60 km landeinwärts weiterführen soll. (Vergl. Bulletin de la Société de Géographie, 1900, S. 433 ff., 453.) Die ausführliche Darstellung der wissenschaftlichen Arbeiten seiner Reisen wird Foureau hoffentlich recht bald der Öffentlichkeit übergeben können. Der erste Band mit der eigentlichen Reisebeschreibung ist unter dem Titel „Mission Saharienne Foureau Lamy d’Alger an Congo par le Tsad“ bereits erschienen. (Paris, Masson & Cie, 1902.) Gentil hat eine Schilderung seiner Feldzüge im Tschadseegebiet im „Tour de Monde“ erscheinen lassen.