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Prophezeiungen

Note 156 — Neuntes Kapitel Cazotte’s Weissagung der französischen Revolution.

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Vgl. Jung-Stilling, »Theorie der Geisterkunde«, S. 130 ff. Das Gesicht Cazottes vor seiner Hinrichtung ist recht mitteilenswert. De N. . . berichtet Cazottes Worte: »Ja, mein Freund! In drei Tagen sterbe ich auf dem Schaffot.« Indem er dies sagte, war er innigst gerührt und setzte hinzu: »Kurz vor Ihrer Ankunft sah ich einen Gensdarmen hereintreten, der mich auf Befehl des Pethion abholte; ich ward genötigt, ihm zu folgen; ich erschien vor dem Maire von Paris, der mich in die Conciergerie abführen ließ, und von da kam ich vor das Revolutionsgericht. Sie sehen also – (aus diesem Gesicht nämlich, das Herr Cazotte gehabt hatte) – mein Freund! daß meine Stunde gekommen ist, und ich bin so sehr davon überzeugt, daß ich alle meine Geschäfte in Ordnung bringe. Hier sind Papiere, an welchen mir viel gelegen ist, daß sie meiner Frau zugestellt werden; ich bitte Sie, ihr dieselben zu übergeben und sie zu trösten.« Alles traf ganz genau nach den Vorhersagen ein. Jung-Stilling, S. 131. Dieser Bericht, soweit er die Todesahnung Cazottes betrifft, trägt in so hohem Grade den Stempel der Wahrheit an sich, daß wir ihn auch glauben müßten, wenn ihn nicht – wie wir weiter unten sehen werden – Cazottes Sohn noch ausdrücklich bestätigte. Jungs Quelle ist eine in Frankfurt bei Silbermann gedruckte Broschüre »Merkwürdige Vorhersage, die französische Schreckens-Revolution betreffend: Aus den hinterlassenen Papieren des Herrn La Harpe . . .«

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