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Prophezeiungen

Note 143 — Neuntes Kapitel Cazotte’s Weissagung der französischen Revolution.

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Jaques Cazotte, geb. 1719, war ein fruchtbarer Schriftsteller. Er war sehr fromm, beschäftigte sich mit mystischen Studien und trat zur Sekte der Martinisten über. Er hatte häufig Visionen. Seine berühmtesten Werke sind das Schlummerlied »Tout au beau des Ardennes«, das Rittergedicht »Olivier« (Paris 1762, 2 Bde.) und »Le diable amoureux« (Paris 1772), ein Märchen, das heute noch gelesen wird. Seine Gewandtheit im Versemachen bewies er, als er in einer einzigen Nacht einen siebenten Gesang zu Voltaires »Guerre civile de Genève« hinzudichtete. Seine Gesamtwerke erschienen unter dem Titel »Oeuvres badines et morales, historiques et philosophiques de Cazotte«, Paris 1816–17, 4 Bde. Als ausgesprochener Feind der Revolution wurde er am 10. August 1792 gefangen gesetzt. Als man ihm zur Rettung durch seine Tochter, die ihn mit heroischem Mute den Händen der Mörderbande entriß, gratulierte, sagte er: »In drei Tagen werde ich guillotiniert.« Er schilderte ein ausführliches Gesicht seiner Abführung vor das Revolutionstribunal und seiner Hinrichtung. Er war seiner Sache so gewiß, daß er alle seine Angelegenheiten ordnete und die letzten Grüße an seine Frau bestellte. Am 25. Sept. 1792 fiel sein Haupt unter dem Fallbeil. Das Original »Prophétie de Cazotte, rapportée par Laharpe«, gedruckt in Laharpe, »Oeuvres choisies et posthumes«, 1806, I, p. XXI–XXVI.

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