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Plattdeutsche Briefe, Erzählungen und Gedichte

Note 3 — Trügge Schütt[1]![2] d. i. Berichtigung.

Reading edition

Die Legende lautete folgendermaaßen: »De Bestor to Achelrien.« Et was der eenmal en Bestor in Achelrien, de was man ganz arm, as he nach Achelrien henkam. Aber dat dürde nich lange, da wörd he mechtige riek. Dat kam sau. He stellde des Dönnerdaages Aubens enen Pott up dat Für unner den Schattsteen — aber nich anners, as des Donnersdaages Aubens —, un det annern Muarens was de Pott ganz vull Gold. Dat schall em en fürger Drakel bracht hebben, de des Nachts ganz schlie, schlie dür den Schattsteen kweim, un ut sienen Halse dat Gold in den Pott spiede. Ens woll de Bestor et sehn, wau de Drakel dat makede, un he keik dür de Stuabendür. Dat sag aber de Drakel, un spiede em twee glöönige Kugeln in de Bost. De Lüe fünen em det annern Muarens daut in de Stuaben liggen, un em was dat Knick bruaken.

Wie die Erzählung selbst, sind auch die Construction und Orthographie falsch. Ich würde etwa so geschrieben haben:

'r was es'n P'stoor to'r Achelrieen, de was bloodske aarm, as he na'r Achelrieen kwam; man et duurde nich lange, dat he mächtige riik wöörd. Dat schall sau togaunen sien: He settede's Dönnerdaages Auwends 'n Pott up't Füürheerd unner'n Schattsteen, — man, wual to begriipen, schlichtens's Dönnerdaages Auwends —, dann was's annern Muarens de Pott heel vull van Golde. Dat schall em 'n füürig Draakel e bracht (todriegen) hebben, de's Nachtens ganz schliie, schliie düür den Schattsteen kwam, un dat Gold uut siinen Halse in den Pott spiggede. Ens woll de P'stoor auck es seh'n, wo de Draakel dat bedriewe un keik düür de Stuawendüüre. Man de Draakel saug et un spiggede em twee glöönige Kuugeln in de Bost. Des annern Muarens fäunen de Lüüe den P'stooren daut in'r Stuawen liggen; dat Knick was em awe.

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