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Niederländische Volkslieder

Note 1 — Der Jäger aus Griechenland.

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Jacob Grimm spricht sich über dieses Lied also aus: “Dieses schöne, in mehrere vorliegende holländische Volksliederbücher aufgenommene, aber gewiss alte Lied, steht in Beziehung mit der altdeutschen Poesie und ist wol auch der Form nach sonst unter uns gangbar gewesen. Die 8. Strophe würde sogar durch die hochdeutsche Wendung: so ist mein Vater genennt,—mehr Rundung bekommen; andere Reime ließen sich aber auch nicht gut aus der niederen in die höhere Mundart setzen. Der ganze Ton, was viel mehr bedeutet, ist der der deutschen und dänischen Heldenlieder. Wolfdieterich zieht auch aus Griechenland und begegnet in der Wildniss seiner Riesenmuhme Rumy oder Kuny, die sich zu beschuhen zwei Rinderhäute braucht, ihn als einen erkannten Verwandten in ihre Klause zu sieben andern Riesinnen führt und zuletzt ihn samt seinem Ross, als wäre es ein Eichhorn 22 (72) Meilen übers Gebirge trägt (Wolfdietr. Str. 1510–1530). Der Zusammenhang ist unverkennbar, wiewol da nichts vom Anbieten der Tochter und dem Namen Margareta (Mergart?), hier nichts von jenen sieben; dort friedlich, hier mit List und Zorn geschieden wird; solche Abweichungen sind natürlich und nothwendig und bei Übereinstimmungen, wie der Verwandtschaft zwischen der Riesin und dem jungen Helden, seiner griechischen Abkunft und seinem samt dem Pferde Getragenwerden übers Gebirge, nicht dagegen anzuschlagen. Die Erzählung des Volksliedes ist weit vorzüglicher, vollständiger und mythischer als die des Heldenbuchs; der alte schon von der Riesin gebundene Mann,1 der vornen im Walde steht und den Helden warnt, kommt auch sonst in Märchen vor, so wie die List, womit sich der Jüngling auf’s Zauberpferd schwingt und der bösen Feindin übermüthig spottet, da sie weiter ihm nichts kann anhaben, in andere Sagen eingeht.”

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