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Narzißmus als Doppelrichtung

Note (5) — I.

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»– Dies also: dies geht von mir aus und löst sich in der Luft und im Gefühl der Haine, entweicht mir leicht, und wird nicht mehr die Meine und glänzt, weil es auf keine Feindschaft stößt. Dies hebt sich unaufhörlich von mir fort, ich will nicht weg, ich warte, ich verweile; doch alle meine Grenzen haben Eile, stürzen hinaus und sind schon dort. Und selbst im Schlaf: nichts bindet uns genug. Nachgiebige Mitte in mir, Kern voll Schwäche, Der nicht sein Fruchtfleisch anhält. Flucht, o Flug von allen Stellen meiner Oberfläche. – – – – – – – – – – – – – – – – – – – Jetzt liegt es offen in dem teilnahmlosen zerstreuten Wasser, und ich darf es lang anstaunen unter meinem Kranz von Rosen. Dort ist es nicht geliebt. Dort unten drin ist nichts als Gleichmut überstürzter Steine, und ich kann sehen, wie ich traurig bin.« – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

(Aus: »Narziß« von Rainer Maria Rilke. Manuskript.)

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