Note 151 — DRITTES BUCH.
Reading edition
Um zu einiger Klarheit über das Verhältnis der Antiqua zu der Fraktur in der deutschen Typographie zu kommen, hat der Verfasser dieses Buches eine Zählung der litterarischen Erzeugnisse des Jahres 1881 nach dem Hinrichsschen Katalog unternommen. Von 14320 Nummern sind 8894 mit Fraktur, 5426 mit Antiqua gedruckt (gleich 62 zu 38 Proz.). In zwei grosse Gruppen nach den obigen Andeutungen der praktischen Verwendung geteilt, giebt die „wissenschaftliche Gruppe“ 7142 Werke, davon 2896 mit Fraktur, 4246 mit Antiqua (gleich 40 zu 60 Proz.); die zweite Gruppe, die „populäre Litteratur“, weist 7178 Werke auf, davon 5998 mit Fraktur, 1180 mit Antiqua (gleich 83½ zu 16½ Proz.). Zeitungen sind hierbei nicht mitgezählt, wohl aber Wochen- und Monatsschriften. Wie überwiegend die Antiqua in dem Accidenzfache verwendet wird, zeigt z. B. eine genaue Aufstellung der C. G. Naumannschen Accidenzdruckerei in Leipzig, nach welcher von 9447 Aufträgen in dem Jahre 1878 nur 161 in Frakturschrift bestellt waren.