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Handbuch der Geschichte der Buchdruckerkunst. Erster Teil

Note 9 — VIII. KAPITEL. [←]

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Zur näheren Kenntnis des Messverkehrs ist von besonderem Interesse die Schilderung Heinrich Stephanus ii. Das lateinische Original ist von J. Lisieux ins Französische übersetzt (Paris 1875) und von H. Frommann in seinen „Beiträgen etc.“ Heft 1 (Jena 1879) im Auszug deutsch wiedergegeben. — Von besonderem Wert sind ferner zwei Werke neuerer Zeit. In dem Frankfurter Archiv wurde das Manuskript eines Messmemorials des Frankfurter Buchhändlers Michael Harder von der Fastnachtsmesse 1569 aufgefunden und 1873 durch den Druck veröffentlicht. Aus demselben geht hervor, dass Harder von seinen 83 Messartikeln 5918 Bände verkaufte, davon 13 in mehr als 100, 18 in mehr als 50 Exemplaren. Am besten gingen die Sammlungen belehrender Erzählungen und Ritterbücher. Die Geschichte von den sieben weisen Meystern trug den Sieg davon mit 233 Exempl., dann folgten Fortunatus, die schöne Magelona, Melusine, Ritter Pontus, Ritter Galmy mit je 196, 176, 158, 147, 144 Exempl. Die deutschen Heldensagen waren aus der Mode gekommen. Von den „Teufeln“ gegen verschiedene Laster waren die gangbarsten: der Sauf-, Hof-, Ehestands-, und Spielteufel in je 69, 67, 64, 62 Exempl. — Das „Rechnungsbuch des Froben & Episcopius, Buchdrucker und Buchhändler zu Basel, 1557-1564. Herausgegeben von Rud. Wackernagel“ (Basel 1881) giebt sehr wertvolle Mitteilungen, nicht allein in Betreff des Frankfurter Mess-Geschäfts, sondern auch bezüglich der Herstellungskosten der Druckwerke.

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