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Handbuch der Germanischen Mythologie

Note 223 — ZWEITES HAUPTSTÜCK.

Reading edition

Der Name lautet ahd. Donar, as. Thunaer(im sächs. Taufgelöbniss MSD. Nr. LI, Braune ahd. Lesebuch Nr. XXXXV), ags. þunor. An. ist þórr überliefert; das Metrum verlangt für die älteren Lieder die unverkürzte Form þonarr, Sijmons, Edda I, XXIV; der Dativ þonre wurde zu þóre, durch Formausgleich drang die einsilbige Form auch in die andern Kasus; Noreen, An. Gr.2 § 239, 3; 294, 2. Der german. Grundform þunaraȥ entspricht genau der keltische Tanaros (aus der Weihinschrift Jovi Tanaro zu erschliessen). Bei Kelten und Germanen scheint gleichmässig die Vorstellung eines besonderen Donnergottes entstanden zu sein, während der alte Himmelsgott, von den Römern durch Mars wiedergegeben, wesentlich die kriegerische Thätigkeit ausübte; vgl. Much, ZfdA. 35, 372 ff.

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