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Handbuch der Germanischen Mythologie

Note 321 — ZWEITES HAUPTSTÜCK. (continued 2)

Reading edition

Alles auf Woden bezügliche stellte Kemble, The Saxons in England 1,335–46 zusammen. Die ags. Genealogien bei J. Grimm, Myth. 3, 377 ff.; die um 600 geschriebene vita Kentigerni (Acta sanctorum 1, 820) nennt Woden principalem deum Anglorum. In den Denksprüchen des Exeterbuchs 133 bei Wülcker. Kleinere ags. Dichtungen, Halle 1882, S. 48

Wóden ƕorhte ƕeos, ƕuldor alƕalda rúme roderas: þæt is ríce god

wird Wodan als der, welcher Teuflisches wirkte, dem wahren allwaltenden Gott, dem Schöpfer der Himmel gegenübergestellt. In ƕeos steckt jedenfalls ƕóh ƕó (as. ƕáh, got. ƕâhs), Böses. Übles, denn der ags. Spruch gibt die Psalterstelle omnes dii gentium daemonia, dominus autem coelos fecit, wieder; Vgl. Strobl, ZfdA. 31, 59; an ƕeo = ƕih, Tempel, Heiligtum, ist nicht zu denken. Im Neunkräutersegen (Wülcker, a. a. O. 35) werden neun Kräuter aufgezählt, die gegen Gift wirksam sind. Ein Wurm naht und will sie zerreissen. Da nahm Woden neun herrliche Zweige und schlug die Natter, dass sie in acht (Stücke auseinander fiel und) entfloh.

32 đá genam Wóden VIIII ƕuldortánas slóh đá đá næddran, đæt heo on VIII tofléah.

Woden ist also auch hier ähnlich wie im Merseburger Zaubersegen im Besitz kräftigen Zaubers, mit dem er das Böse bannt.

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