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Handbuch der Germanischen Mythologie

Note 705 — VIERTES HAUPTSTÜCK.

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Der Behauptung H. Petersens, Nordboernes gudedyrkelse og gudetro S. 27, dass das heidnische Julfest auf Ende Januar oder Anfang Februar fiel, kann ich nicht zustimmen. Sie hat nur in der Hervararsaga schwache Gewähr, während andre Zeugnisse dagegen sprechen. Die Spurcalien im Februar, deren Aldhelm († 709) und der indiculus gedenken, welche die homimilia de sacrilegiis als dies spurcos erwähnt, weisen allerdings auf ein den nds. Stämmen gehöriges heidnisches Opferfest hin. Aber es ist schwerlich ein grosses Volksopfer gemeint, vielmehr ein Gemeindeopfer. Der Name ist keinesfalls germanischen Ursprungs, sondern von lat. spurcus, spurcitia nach der Analogie von Vulcanalia, Saturnalia, Neptunalia u. ä. gebildet und soll den Brauch der deutschen Bauern verächtlich als etwas Wüstes, Schmutziges (vgl. spurciliae gentilitatis) hinstellen; vgl. Caspari in der Ausgabe der homilia de sacrilegiis S. 36 f. Ob der ndl.-nds. Name des Februar Sporkele, Spurkele, der im Volksmunde wie auch andere Tag- und Monatnamen personificiert wurde, von den Spurcalien zu leiten oder anders zu erklären ist, lässt sich nicht bestimmen. Vgl. Weinhold, Die deutschen Monatsnamen S. 56 f.; zum Namen Sporkel vgl. noch Ehrismann, Beiträge 20, 64 f.

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