Note 700 — VIERTES HAUPTSTÜCK.
Reading edition
Über Schlachtgesang und Kriegsgeschrei vgl. Müllenhoff, De antiquissima Germanorum poesi chorica S. 16 ff.; Kögel, Geschichte der deutschen Litteratur I, 1, 17 ff. Tacitus Germ. 3 nennt allerdings den Gesang der Lieder barditus (carmina, quorum relatu, quem barditum vocant, accendunt animos). Über barditus vgl. Vegetius, De re milit. 3, 18; Ammianus 31, 7, 11, wo der Kriegsruf gemeint ist und barritus steht. Barditus gehört entweder zu an. barđi, Schild, und bedeutet „Schildruf“, „Schildgeschrei“ oder zu bard (barba) und bedeutet „Bartruf“. Von Thor heisst es, dass er zornig den Bart schüttelte (Þrymskv. 1 skegg nam at hrista); zornig bläst er in seinen roten Bart und erhebt den donnernden Bartruf (skeggrǫdd, skeggraust) gegen seinen Feind (Fornmanna sögur 1, 303 Olafssaga Tryggvasonar).