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Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Zehnter Band

Note 59 — Zwanzigstes Kapitel. Wilhelm und Marie. (continued 2)

Reading edition

Swift nennt Somers in seiner Inquiry into the Behaviour of the Queen’s last Ministry einen Mann von glänzender Begabung, der mit solcher Offenheit zu sprechen pflegte, daß er den Grund seines Herzens zu enthüllen schien. In den Memoirs relating to the Change in the Queen’s Ministry, sagt Swift, daß Somers einen, aber auch nur einen unangenehmen Fehler gehabt habe, — Förmlichkeit. Es ist schwer zu begreifen, wie ein und der nämliche Mensch der offenherzigste Gesellschafter, und dabei doch zur Förmlichkeit geneigt sein kann. Gleichwohl kann in beiden Schilderungen etwas Wahres sein. Es ist wohl bekannt, daß Swift sich hochgestellten Männern gegenüber gern unzarte Freiheiten herausnahm und sich einbildete, dadurch seine Unabhängigkeit zu behaupten. Er ist wegen dieses Fehlers mit Recht von seinen beiden berühmten Biographen getadelt worden, welche beide Männer von mindestens eben so selbständigem Geiste als der seinige waren, von Samuel Johnson und Walter Scott. Ich vermuthe, daß er auch Lust zeigte, sich gegen Somers mit beleidigender Familiarität zu benehmen, und daß Somers, der nicht geneigt war, sich Impertinenzen gefallen zu lassen, aber auch nicht in die Nothwendigkeit versetzt werden wollte, sie zu ahnden, zur Selbstvertheidigung eine ceremoniöse Höflichkeit gegen ihn beobachtete, die er gegen Locke und Addison nie beobachtet haben würde.

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