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Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen

Note 81 — Drittes Buch. Die Seewege nach Indien.

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Die Astrolabien dienten bereits bei den Griechen des Alterthums und bei den Arabern des Mittelalters zur Messung der Sternhöhen, d. h. des Winkels vom Horizont bis zur momentanen Stellung des Gestirnes (der Sonne, des Mondes). Einer unter den arabischen Astronomen, Ali ben Isa (um 833), erhielt sogar den Beinamen al astralabi, der Astrolabienmacher, weil seine Instrumente besonders geschätzt und über das ganze mohammedan. Reich verbreitet waren. Die europäischen Gelehrten entlehnten bereits seit dem 11. Jahrhundert das Instrument von den Arabern. Dasselbe bestand in seiner einfachen Form aus einem großen Kreisbogen von Holz, in dessen Mitte um einen Zapfen sich ein Winkelzeiger (arab. Alidad) drehte, welcher an beiden Enden mit feinen Visirlöchern versehen war. Wenn das Instrument aufgehängt war, zeigte der eine Durchmesser des Kreises die horizontale Linie an, während der andere Durchmesser die verticale Richtung erhielt. Da der Holzkreis in Grade abgetheilt war, ließ sich durch die genaue Richtung des Alidad auf den Stern der Höhenwinkel auf dem graduirten Kreise ablesen. Regiomontan ließ in seiner Werkstatt in Nürnberg diese Instrumente verbessern und aus Metall herstellen und wahrscheinlich machte Martin Behaim die Portugiesen mit denselben bekannt. Gewiß ist, daß alle großen Seefahrer: Columbus, Gama, Magalhães sich der von den Deutschen verbesserten Instrumente bedienten.

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