Note 361 — Drittes Buch. Die Seewege nach Indien. (continued 7)
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Bernal Diaz I, 121 beschreibt diese Geschenke genau: „Das erste war eine Scheibe von der Größe eines Wagenrades, welche die Sonne vorstellte, ganz von feinem Golde und von der schönsten Arbeit, ein überaus merkwürdiges Kunstwerk, das nach der Aussage derer, die es gewogen, über 20,000 Gold-Piaster Werth gehabt haben soll. Das zweite, eine Scheibe, größer noch als die erste, schwer von Silber, von großem Werth, und den Mond vorstellend mit vielen Strahlen und andern Figuren darauf. Das dritte war die Sturmhaube, ganz mit gediegenen Gold-Körnern angefüllt, wie sie aus den Bergwerken kommen, an 3000 Piaster Werth, für uns aber von weit höherem Werth, weil es uns die Gewißheit gab, daß es reiche Goldgruben im Lande gab. Dazu kamen noch 20 goldene Enten, vollkommen nach der Natur und sehr zierlich gearbeitet; ferner Figuren von Hunden, Tigern, Löwen, Affen, 10 Halsketten von Gold, in Silber und Gold gefaßte Fächer und Büsche von den schönsten grünen Federn, ferner über 30 Pakete mit bunten Federn durchwirkter Baumwollstoffe u. a. m. Aehnlich beschreibt auch Torquemada, Mon. Ind. lib. IV. c. 17 diese Gaben. Einzeln sind die für den König von Spanien bestimmten Geschenke aufgeführt in Colec. de doc. inedit. p. l. hist. de España. I, 462–471. Darnach hatte die goldene Scheibe (una rueda de oro grande con una figura de monstruos en ella) nur ein Gewicht von 3800 pesos de oro, aber nicht 20,000 P. wie Diaz angibt. Dem König Karl wurden diese Geschenke im April 1520 zu Valladolid vorgelegt.