Note 308 — Drittes Buch. Die Seewege nach Indien. (continued 6)
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Von dieser anmuthigsten aller spanischen Rittergestalten entwirft Las Casas ein mit Vorliebe gezeichnetes Bild (Navarrete III, 163). Hojeda war von kleiner Gestalt, aber von vollendetem Ebenmaß und von angenehmer Erscheinung, in dem schönen Gesicht ein Paar große Augen. Er war in allen Leibesübungen außerordentlich gewandt und sicher. Als einst die Königin Isabella auf den Thurm der Kathedrale zu Sevilla stieg, um von da aus die klein erscheinenden Menschen, welche unten standen, zu betrachten, stieg er auf einen Balken, welcher zwanzig Fuß aus dem Thurme herausragte und schritt auf demselben hin bis zum Ende, drehte sich hier auf einem Fuße herum und schritt mit derselben Schnelligkeit wieder zum Thurm zurück. Es war einer der verwegensten Streiche, die man ausführen konnte; alle, die es mit ansahen, zitterten vor Aufregung. Dann stellte er sich an den Fuß des Thurmes und warf eine Pommeranze bis zur Thurmspitze hinauf, um die außergewöhnliche Kraft seines Armes zu zeigen. Er war unserer lieben Frauen ergeben und schwur stets bei der Jungfrau Maria.