Note 176 — Drittes Buch. Die Seewege nach Indien. (continued 4)
Reading edition
Dec. I. liv. III. cp. XI. Anders und weitaus günstiger stellt Muñoz (Geschichte der neuen Welt, II, 19) die Auffassung des Königs dar. Er habe, gegenüber dem abfälligen Bescheid der Commission, die Gründe des Columbus leidenschaftslos gewürdigt und würde einen Vertrag mit demselben abgeschlossen haben, wenn dieser nicht so übermäßig hohe, in Portugal ganz unerhörte Forderungen, ähnlich wie später in Spanien, gestellt hätte. Und nur hieran sei die Ausführung gescheitert. Man muß in der That die Kühnheit und Festigkeit des Genuesen bewundern, der obwohl arm und mittellos, doch nur um den höchsten Preis sich zu der Ausführung eines Unternehmens erbot, von dessen Gelingen er in innerster Seele überzeugt war. Der König Johann von Portugal war nach den bisher bei den Entdeckungsfahrten befolgten Grundsätzen nicht in der Lage, vollends einem Fremdlinge gegenüber, solche Forderungen zu befriedigen, und mußte die Verhandlung abbrechen, so daß dem Urheber des Planes jede Aussicht auf Erfolg benommen wurde. Daß der König Johann von Columbus eine günstige Meinung behielt, scheint daraus hervorzugehen, daß er denselben in einem Briefe vom 20. März 1488 noch mit der Bezeichnung: noso especial amigo beehrte. Navarrete II, No. III. Carta del Rey de Portugal à Cristóbal Colon.