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Geschichte der Medizin. II. Band, Erster Teil

Note 18 — Zur Vorgeschichte.

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Der eigentliche Name für den germanischen Medizinmann wäre Lachner (Zauberer, Besprecher) gewesen, got. lêkeis, ahd. lâhhi, angels. laeca, engl. leech, nordgerman. laeknari; keltisches Lehnwort oder aus einer Wurzel stammend mit der keltischen Arztbezeichnung, irisch liaig, entsprechend einem gallischen lêg; der Name kommt von Lach, d. h. dem, mit roter (Mennig-) Farbe aufgetragenen, Mal, mit welchem der Medizinmann unter Besegnungs- und Besprechungsformeln die Stelle bezeichnete, wo der Krankheitsdämon im Körper sitzen sollte. — Die Bezeichnung Galler oder Galsterer kommt von dem „gellen” Laut, womit er die Dämonen verscheuchen sollte (beschreien, berufen ═ bezaubern, Vergalsterung ═ Verzauberung) oder von dem laut geschrieenen Zaubergesang („galster”). — „Lüppner” kommt von den Giftkräutern ═ Lüppe, mit denen der germanische Zauberer vorzugsweise tätig war.

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