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Geschichte der Medizin. II. Band, Erster Teil

Note 4 — Verpflanzung des Arabismus in die abendländische Medizin.

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Die Schule von Toledo, an welcher auch Lehrvorträge (nur über weltliche Wissenschaften) abgehalten wurden, gab übrigens nicht bloß einem Strome lateinischer Uebersetzungen den Ursprung, sondern pflegte, fürderhin über den anfänglichen engeren Zweck hinauswachsend, nebstdem auch selbständig ganz besonders philosophische, mathematische, astronomisch-astrologische, naturwissenschaftliche Studien auf arabischer Grundlage, was ihr zwar hohes Ansehen, später aber auch den unheimlichen Nimbus, eine Stätte der Zauberkunst zu sein, verschaffte. Von allen Ländern gingen angeblich die scholares nach Toledo, um die mit der arabischen Weisheit für untrennbar gehaltenen Geheimkünste der Astrologie und Magie (Nigromantia) zu studieren. So sagt z. B. Helinand (bei Tissier Bibl. Cisterc. VII, 257) in einer Predigt: Ecce quaerunt clerici Parisius artes liberales, Aurelianis auctores, Bononiae codices, Salerni pyxides, Toleti daemones, et nusquam mores.

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