Note 3 — Literarhistorische Uebersicht.
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Aus der verloren gegangenen Chirurgie des Antyllos wird folgende Beschreibung mitgeteilt: Beim Starstich sitze der Kranke im Schatten, entgegengesetzt dem Sonnenball. Sein Kopf werde festgehalten. Er blicke gegen den größeren Augenwinkel hin, ohne von dieser Richtung abzuweichen. Nun entferne der Arzt das Instrument vom Hornhautrande (schläfenwärts) ebenso weit, wie von demselben die Pupille absteht. Der Arzt ergreife das stumpfe Ende des Stieles der Nadel und drücke dasselbe hier ein, so daß eine Marke davon entsteht und somit die Nadel nicht gleite bei der Durchbohrung. Das Maß des Eindringens der Nadel sei der Abstand zwischen dem Rand der Pupille und dem der Hornhaut, so daß es den Rand der Pupille nicht überschreitet oder doch höchstens um das Maß eines Gerstenkorns. ... Nun wird die Spitze der Nadel aufgesetzt an dem Ort der Marke und die Bindehaut und die harte Haut durchbohrt. ... Ist nun die Nadel im Auge, so bringe deinen Mund an das Auge und blase auf dasselbe, damit die Pupille ordentlich bleibt. Das Instrument verharre an seinem Orte. Du betrachte seine Spitze. Ist sie noch nicht genügend nahe (dem Star), so drücke sie ein wenig vor. Hat sie den Ort des Stares überschritten, so ziehe sie zurück, daß sie in gleicher Höhe mit dem Stare sei. Ist dies geschehen, so hebe die Handhabe der Nadel ein wenig nach oben, daß die im Innern des Auges befindliche Spitze nach unten gedrückt wird und durch dieses Manöver der Star nach dem unteren Teil des Auges niedergedrückt werde. Ist der Star schwierig, weil er beim Niederdrücken nach oben hin zurückkehrt, so zerstückle ihn nach den Seiten hin, wo es dir leichter erscheint, ihn zu beseitigen, bis der Kranke dann sofort sieht. Ist dies gelungen, so ziehe die Nadel aus und leg auf das Auge Eiweiß mit Rosenöl auf 3 Tage. (Im weitern folgen Vorschriften über die Rückenlage, Verbinden des zweiten Auges, Aufenthalt im dunklen Zimmer, Inachtnahme vor Niesen, Reden, Husten; Abnahme des Verbandes nach 3 Tagen.)