Note 34 — Die Medizin im frühen Mittelalter.
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Es hängt dies damit zusammen, daß die Franken viele römische Einrichtungen übernahmen. Chlodwig und die Merowinger des 6. Jahrhunderts zeigten Interesse für römische Bildung. An ihrem Hofe wurde die Blüte des Adels nach römischem Muster in einer schola palatina erzogen, wirkten Romanen als Erzieher, Gesandte, ja sogar Rhetoren und Dichter (z. B. Venantius Fortunatus). Erst Ende des 6. Jahrhunderts beginnt der gänzliche Verfall der Kultur im fränkischen Reiche, unaufhaltsam bis zur tiefsten Barbarei fortschreitend. Während Childebert II., wie manche seiner Vorgänger, die sich sogar im Versemachen übten, noch gelehrtes Wissen besaßen, vermochten die Merowinger des 7. Jahrhunderts kaum ihren Namen unter die Urkunden zu setzen. Das Werk Fredegars (erste Hälfte des 7. Jahrhunderts) und die Schriftzüge jener Zeit bezeugen hinlänglich den Tiefstand der Epoche.