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Geschichte der Medizin. II. Band, Erster Teil

Note 31 — Die Medizin im 13. Jahrhundert.

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Um die Wurzeln der Größe Bacons bloßzulegen, muß hervorgehoben werden, daß die Pflege der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer und im Zusammenhange damit die Abneigung gegen scholastische Klopffechterei damals die Schule von Oxford charakterisierten — Züge, die schon früher in den Engländern Adelard von Bath, Alexander Neckam und Alfred Sershall hervorgetreten waren. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die freisinnigen Theologen Robert Grossetête, Bischof von Lincoln und der Franziskaner Adam von Marisco die glänzendsten Vertreter, Männer, die den größten Einfluß auf Bacon ausgeübt haben. Grosseteste, der mehr Theologe und Naturwissenschaftler als Logiker und Metaphysiker war, legte, wie später Bacon, den Schwerpunkt einerseits auf die Kenntnis der gelehrten Sprachen (er verwarf die schlechten lateinischen Uebersetzungen des Aristoteles und regte neue unmittelbar aus dem Griechischen an), anderseits auf die Mathematik und Naturwissenschaft (seine Schrift de physicis lineis, angulis et figuris bildete für Bacons physikalische, namentlich optische Lehren eine der wichtigsten Grundlagen). Außer den beiden Genannten und anderen gleichstrebenden Denkern wirkte auf Bacon ganz besonders der Picarde Petrus von Maricourt (Maharncuria, Mahariscuria) ein, den er in Paris kennen gelernt hatte; dieser zeichnete sich durch unermüdlichen Eifer und eine seltene Geschicklichkeit in der physikalisch-alchemistischen Experimentalforschung aus.

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