← Table of contents
Geschichte der Medizin. II. Band, Erster Teil

Note 82 — Die Medizin im 13. Jahrhundert. (continued 2)

Reading edition

Abweichend oder sogar oppositionell gegen Galen tritt er wiederholt auf, z. B. an mehreren Stellen in der Schrift de intentionibus medicorum, in dem Kommentar zur Schr. de mala complexione. Im allgemeinen freilich bringt er Galen und noch mehr dem Hippokrates Ehrfurcht entgegen. Weit schärfere Worte als gegen den Pergamener findet Arnald gegen Avicenna, von dem er einigemal sagt, daß er Galen ganz mißverstanden habe, ja den er geradezu einen Schriftsteller nennt, welcher den größeren Teil der abendländischen Aerzte verdummt habe („qui in medicina majorem partem medicorum latinorum infatuat”. De consid. oper. medic. Pars II, cap. 1). Es ist bezeichnend für Arnalds medizinische Richtung, daß er den Kliniker Rhazes im Gegensatz zu Avicenna ganz besonders verehrt und ihn mit folgenden treffenden Worten charakterisiert: „vir in speculatione clarus, in opere promtus, in judicio providus, in experientia approbatus” (De divers. intentionib. medicinae prooemium).

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings