Note 121 — Zweite Periode.
Reading edition
Die unkenntniss der volkssprache war den Normannen zuweilen auch verderblich. Als die Northumbrier im jahre 1080 den bischof Vaulcher mit mehreren bitten angingen, wollte er ihnen die erfüllung derselben nur um vierhundert pfund silber zugestehen. Da rief der redner der Northumbrier seinen landsleuten in deren sprache zu: short red, god red, slea ye the byshoppe, wie Matth. Paris I, 1. seite 10 in späterem Englisch anführt, worauf der bischof und mit ihm hundert Franzosen und Flamländer (frencisce and flemisce nach der sachsenchronik) umgebracht wurden. Als im jahre 1191 Wilhelm Longchamps, der allmächtige minister Richard’s I., welcher selbst die volkssprache nicht verstand, nachdem er wegen seiner erpressungen in ungnade gefallen war, als weib verkleidet, sich über das meer flüchten wollte, wurde er am strande von dem volke festgehalten, weil er auf keine frage antworten konnte („quia linguam anglicam prorsus ignorabat“), und in das gefängniss geworfen.