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Gedichte und Sprüche in Auswahl

Note zwîvellîchen — DAS HALM-MESSEN

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DAS HALM-MESSEN. zwîvellîch, ungewiß, verzweifelnd. – wân, hier etwa Gedanken. In zweifelnde Gedanken. – was ich gesezzen, hatte ich mich gesetzt, war ich vertieft, versenkt; daß ich meine Bemühung um sie, meine Bewerbung aufgeben wolle. – wan daz, außer daß: hätte mich nicht eine freudige Zuversicht zurück (davon ab) gebracht. – fröwen, freuen. – lützel ieman, wenig jemand = niemand. – er enwizze wes, ohne zu wissen weshalb, worüber. – er giht: er sagt (ich solle noch die Gunst der Geliebten gewinnen). – kleine, fein, zart. Unter dem Messen des Halmes haben wir dasselbe Spiel zu verstehen, das heute noch unter Kindern und Erwachsenen im Schwange ist und darin besteht, daß entweder die Knoten oder Ringe eines beliebigen Halmes oder auch die Blätter der Sternblume (wie von Gretchen im Faust), ja selbst die Knöpfe an Weste und Rock gezählt werden. Doch ist zu beachten, daß W. den Halm ein kleinez strô nennt, was die Deutung auf die Halmknoten unsicher macht.

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