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Gebete für Israeliten

Note 90 — XXIII. Gebete auf dem Friedhof.

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Wenn man in der späteren Zeit auch auf jüdischen Friedhöfen prachtvolle Grabmäler, sogar mit heidnischen Sinnbildern geschmückt, hervorragen sieht, so kann man nur beklagen, daß der erhabene Geist der jüdischen Religion so wenig erkannt wird; denn dieser gebietet einen bescheidenen Wandel im Leben, um wie viel mehr verbietet er also das Entgegengesetzte im Grabe. Man muß beklagen, daß die Kurzsichtigen nicht einsehen wollen, daß alle diese Denkmäler zuletzt verwittern werden, so daß niemand die Stätte mehr kennt, wo sie gestanden haben. Wie viel besser, wenn die Summen, welche darauf verwendet worden sind, zu Wohltaten gespendet worden wären. Und ist es auch nur eine geringe Summe, so könnte doch die Rente davon einer armen Familie jährlich eine frohe Woche verschaffen, und da würden Freudentränen als dankbare Beweise dem Gedächtnisse eines längst Entschlafenen fließen.

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