Note 7 — Ferdinand Lassalle und der italienische Krieg.
Reading edition
Auf diesen Satz folgte in der ersten Auflage die oben in griechische Klammern gesetzte Betrachtung, die nicht nur durch die russische Revolution mit der Auflösung des russischen Imperiums den größten Teil ihrer sachlichen Bedeutung verloren hat, sondern die auch Wendungen enthält, zu denen ich mich grundsätzlich nicht mehr bekennen kann. Ich habe sie nur deshalb nicht ganz weggestrichen, weil sie immerhin erkennen läßt, wie sich zur Zeit, wo sie geschrieben wurde — 1891 — nach meiner Ansicht die durch 1866 geschaffene Lage unter deutschem Gesichtspunkt darstellte.
In der englischen Ausgabe hat die Betrachtung eine redaktionelle Abänderung erfahren, die mir deshalb der Erwähnung wert erscheint, weil sie zweifelsohne auf Friedrich Engels zurückzuführen ist, der, wie im Vorwort mitgeteilt wurde, jene Ausgabe durchgesehen hat. Ins Deutsche zurückübersetzt lautet die Einleitung dort:
„Wohin hat die preußische Lösung der nationalen Frage Deutschland gebracht? Lassen wir die Frage Elsaß-Lothringen beiseite — die Annexion dieser Provinzen war ein weiterer Bockstreich — und betrachten wir nur die Lage des deutschen Volkes gegenüber Rußland und dem Panslawismus. Österreichs Verdrängung aus dem Deutschen Bund” (weiter, wie im Original).
Obwohl bei mir die Annexion Elsaß-Lothringens mit keiner Silbe erwähnt war und sie für Engländer damals noch kein spezielles Interesse hatte, nimmt Friedrich Engels doch die Gelegenheit wahr, ihrer zu erwähnen, um sie als einen groben politischen Fehler zu bezeichnen — „an additional blunder” heißt es im Englischen. Ein Beweis, wie wenig Engels diese Annexion für endgültig ansah.
Daß im Englischen statt „uns gebracht” gesagt wird: „Deutschland gebracht”, war durch die Rücksicht auf das andre Lesepublikum von selbst geboten. Ich würde aber heute auch aus stilistischen Gründen diese präzisere Ausdrucksweise vorziehen.