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Ehstnische Märchen

Note 36 — 8. Schlaukopf.[33]

F. (Ferdinand) Löwe translation

Die Rasenmutter ist es auch, welche im Kalewipoëg (I. 340) aus dem Küchlein die reine (oder Thau-?) Jungfrau Salme umgebildet hat. Nach Kreutzwald zu der cit. Stelle ist die Rasenmutter eine Schutzgöttin des Hauses, deren Obhut besonders der Hofraum und Garten anvertraut war. Der ehstnische Mythus hat von ihr die liebliche Vorstellung, daß sie es ist, die aus dem geschmolzenen Schnee des Winters die weiße Anemone (Anemone nemorosa, ehstnisch Frostblume) bildet. S. Kreutzwald zu Boecler S. 188. Vgl. unser Märchen 2 von den im Mondschein badenden Jungfrauen; diese heißen dort des Waldelfen und der Rasenmutter Töchter. Die Töchter der Rasenmutter sind es auch, welche im Kalewipoëg XVII, 777 ff. den nach der großen Schlacht bei Assamalla ruhenden Helden Traumgesichte weben. L.

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