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Ehstnische Märchen

Note 10 — 2. Die im Mondschein badenden Jungfrauen.

F. (Ferdinand) Löwe translation

Mana ist in der finnischen Mythologie gleich Hades-Pluto; er wird als ein alter Mann mit drei Fingern und einem auf die Schulter herabhängenden Hute geschildert. In einer ehstnischen Gebetsformel aus dem Heidenthum ist von »Manas wahrem Bekenntnisse« die Rede. S. Kreutzwald u. Neus, Myth. u. mag. Lieder der Ehsten. S. 8. Die Mana-Zauberer kommen auch im Kalewipoëg vor: XVI, 284. Der Kalewsohn nimmt sie mit, als er auf seinem Schiffe Lennok das Weltende aufsuchen will. — Der Mana-Zauberer ist der stärkste, und stärker als Spruch- und Wind-Zauberer — nur durch den Manazauber gelingt es dem Entführer der Linda, das Schwert von der Seite des Kalewsohnes hinwegzulocken. Kalewipoëg, XI, 334. Mana's Hand hält den nach dem Tode zum Höllenwächter bestellten, auf weißem Roß sitzenden Kalewsohn fest, so daß dieser seine im Felsen steckende Rechte nicht losreißen und davon reiten kann. S. den Schluß des Kalewipoëg. — Die Mana-Zauberer heißen ehstnisch Mana targad; das Wort tark, pl. targad, bedeutet eigentlich den Klugen, Weisen und zugleich den Heil-und Zauberkundigen. L.

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