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Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie

Note (50) — III. Die Umgestaltungen der Pubertät.

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In einer Arbeit, welche unser Verständnis für die Bedeutung der Analerotik außerordentlich vertieft (»Anal« und »Sexual«, Imago IV., 1916), hat Lou Andreas-Salomé ausgeführt, daß die Geschichte des ersten Verbots, welches an das Kind herantritt, des Verbots aus der Analtätigkeit und ihren Produkten Lust zu gewinnen, für seine ganze Entwicklung maßgebend wird. Das kleine Wesen muß bei diesem Anlasse zuerst die seinen Triebregungen feindliche Umwelt ahnen, sein eigenes Wesen von diesem Fremden sondern lernen, und dann die erste »Verdrängung« an seinen Lustmöglichkeiten vollziehen. Das »Anale« bleibt von da an das Symbol für alles zu Verwerfende, vom Leben Abzuscheidende. Der später geforderten reinlichen Scheidung von Anal- und Genitalvorgängen widersetzen sich die nahen anatomischen und funktionellen Analogien und Beziehungen zwischen beiden. Der Genitalapparat bleibt der Kloake benachbart, »ist ihr beim Weibe sogar nur abgemietet«.

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