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Die Uhren

Note 44 — III. Anfänge und Entwicklung der Räder- und Gewichtuhren.

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Der Ursprung der Zwölfteilung (Duodezimalsystem) reicht bis ins tiefste Altertum zurück; einige Gelehrte sind sogar der Ansicht, sie datiere von der Urzeit des menschlichen Geschlechtes her. Dieses System, das von der Natur selbst gegeben zu sein scheint, findet sich bei den Babyloniern, welche nicht bloß ein Mondjahr zu 354 und das eigentliche Sonnenjahr zu 365 Tagen kannten, sondern auch ein solches zu 360 (12 mal 30) Tagen hatten. Die Indier und Aegypter zählten das Jahr ebenfalls zu 360 Tagen, mit Einschluß der 5 Schalttage (Epagomenen). Der Tag wurde in 12 Doppelstunden oder in 24 einfache geteilt. Die Kreisteilung beruht bekanntlich ebenfalls auf dem Duodezimalsystem.

Auch bei den Längenmaßen findet sich diese Teilung. Einheit der Länge war bei den Babyloniern die Doppelelle, zu 60 Fingern, ein größeres Wegmaß war das Soß zu 360 Doppelellen oder 720 einfachen. Die Hohlmaße und Gewichte wurden von dieser Einheit in ähnlicher Weise, wie beim heutigen metrischen Systeme abgeleitet. Daß wir auf unsern Uhren noch die Einteilung in fünf Minuten haben, ist wahrscheinlich ebenfalls ein Ueberrest dieser alten Zählungsart. — Wenn der Uhrzeiger jetzt zweimal täglich einen Umlauf macht, so erinnert das an die Zeit, wo es noch keine mechanischen Uhren gab, sondern der Himmel direkt befragt werden mußte, einmal des Nachts durch Beobachtung der Sterne (12 Zeichen des Tierkreises), dann am Tage durch Verfolgung des Schattenweges des Sonnenzeigers.

Neuestens soll nun diese alte Duodezimalabteilung durch das Dezimalsystem, die Zehnteilung, verdrängt werden. Was Laplace und einige Staatsregierungen in bezug auf die Kreisteilung in 400 Teile (Kartographie) schon eingeführt, soll nun auch in der Zeitmessung zur Anwendung gelangen, so daß die Stunde fortan 100 Minuten und 10000 Sekunden zählen würde. Da jedoch gegenwärtig nach großen Mühen endlich das absolute System in die Wissenschaft eingeführt ist, welches ja als Einheit auch die jetzige Sekunde benützt, so erscheint es sehr fraglich, von andern Unbequemlichkeiten zu schweigen, ob die Nachteile einer solchen Maßregel nicht größer wären, als die Vorteile derselben. Vergl. über diesen Punkt z. B. Prometheus 1897. N. 416.

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