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Die Traumdeutung

Note (45) — III. Der Traum ist eine Wunscherfüllung.

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Wenn ich nun die Behauptung aufstelle, daß Wunscherfüllung der Sinn eines jeden Traumes sei, also daß es keine anderen als Wunschträume geben kann, so bin ich des entschiedensten Widerspruches im vorhinein sicher. Man wird mir entgegenhalten: »Daß es Träume gibt, welche als Wunscherfüllungen zu verstehen sind, ist nicht neu, sondern längst von den Autoren bemerkt worden.« (Vgl. Radestock [p. 137 bis 138], Volkelt [p. 110 bis 111], Purkinje [p. 456], Tissié [p. 70], M. Simon [p. 42 über die Hungerträume des eingekerkerten Barons Trenck] und die Stelle bei Griesinger [p. 111].)(45) Daß es aber nichts anderes als Wunscherfüllungsträume geben soll, das ist wieder eine ungerechtfertigte Verallgemeinerung, die sich aber zum Glück leicht zurückweisen läßt. Es kommen doch reichlich genug Träume vor, welche den peinlichsten Inhalt erkennen lassen, aber keine Spur irgend einer Wunscherfüllung. Der pessimistische Philosoph Ed. v. Hartmann steht wohl der Wunscherfüllungstheorie am fernsten. Er äußert in seiner Philosophie des Unbewußten, II. Teil (Stereotypausgabe, p. 344):

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