← Table of contents
Die Sebalduskirche in Nürnberg

Note XXIII — IV. Das Inventar der Kirche. (continued 2)

Reading edition

Von einem der Teppiche, welche zur Schmückung der Gräber vorhanden waren, erzählt Baron Christoph v. Tucher a. a. O. S. 55: „Die Grabteppiche anlangend findet sich im Salbuch Hans VI. Tuchers de A^o 1477, welches in seinem vierten Teil sich ebenfalls über die von dem ältesten Tucher auszurichtenden Stiftungen verbreitet, am Schluß eine eigenhändige Notiz des Besitzers von folgendem Wortlaut:

„Anno MCCCCLXXVII ad XXVI matzo so haben wir Pertold und Hans Tucher senior geprüder und Anthony und Langhans Tucher von unser geselschaft gekauft ein grabtebich mit dem englischen grus, der kost hott 14 guld. rh. und für das Tucher wappen darauf und zu füttern kost 2 gulden. Den thebich soll fürpaß albeg der eltist Tucher, der die jartag ausricht, pei seinen handen gehalden zu denselben jahrtagen.“

„Dieser Teppich kam im Jahre 1884 in den Besitz der Antiquitätenhändler Rösch und Zimmermann dahier, wo ich ihn sah und für meinen Bruder Heinrich [Heinrich Freiherr v. Tucher Exzellenz, jetzt K. Bayer. Gesandter in Wien] um 4000 M kaufte. Dieser ließ ihn in den Werkstätten (fabbrica degli arrazzi) des Vatikans unter Cavaliere Centili für 1250 Lire renovieren und hat mit dem ehrwürdigen Familienmonument von wunderbarer Schönheit eine Wand seines Arbeitszimmers verkleidet. Heute ist der Teppich unter Kennern gewiß 20.000 M. wert.“

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings