Note 2 — I. Der romanische Bau, etwa 1225–1273.
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Die zuerst von Baader in seinen Beiträgen zur Kunstgeschichte Nürnbergs, I (Nördlingen 1860), S. 49, aufgestellte, dann von der kunsthistorischen Lokalforschung aufgenommene und von dieser in die allgemeine Kunstgeschichte übergegangene Behauptung, die Kirche St. Sebald sei 1256 in ihrem Hauptteile fertiggestellt und geweiht worden, erweist sich als nicht stichhaltig, da dies aus der Ablaßurkunde des Bischofs Heinrich von Bamberg vom 1. Oktober 1256 nicht geschlossen werden darf. Vgl. hierüber außer Baader insbesondere noch Sighart, Geschichte der bildenden Künste im Königreich Bayern, München 1862, S. 235, ferner Schnaase, Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter, Düsseldorf 1872, Bd. III, S. 348, B. Riehl, Kunsthistorische Wanderungen in Bayern etc., München und Leipzig 1888, S. 154 und Dehio und Bezold, Die kirchliche Baukunst des Abendlandes, Stuttgart 1892, 1, S. 500. Beim Dom zu Bamberg, mit welchem St. Sebald in engem baugeschichtlichem Zusammenhang steht, hat man in der Datierung einen ähnlichen Fehler begangen und eine Ablaßurkunde von 1274 dahin gedeutet, als sei zu dieser Zeit noch an der Vollendung des Domes gearbeitet worden. Bezüglich der Einweihungsurkunde vom 17. August 1274 siehe das folgende Kapitel sowie Beilage 4. Den Inhalt der Urkunde vom 1. Oktober 1256 gibt Lang, Reg. B. III, 83, kurz wieder mit: „Henrici episcopi Babenbergensis indulgentiae pro ecclesia parochiali sancti Sebaldi in Nuremberg. Dat. die sancti Remigii (1. Oktober)“, spricht demnach nicht von einer Einweihung.