Note 89 — IV. Der aufgezwungene Krieg
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So durch Lichnovsky selbst schon am 23. Juli, vor Bekanntwerden des österreichischen Ultimatums, in einem Privatbrief an Jagow. „Die deutschen Dokumente“, Nr. 161, und in der Note Nr. 218 vom 26. Juli, Greys Äußerungen in Nr. 236, 266 usw. Der damalige Vertreter Italiens bei der rumänischen Regierung, Fasciotti, sprach schon am 20. Juli gegenüber dem deutschen Geschäftsträger in Bukarest die Ansicht aus, daß ein Krieg Österreichs gegen Serbien „in einen Weltkrieg ausarten könne“, „es sei begreiflich,“ sagte er dann, „daß Österreich gegebenenfalls in Belgrad Genugtuung fordere, allein“ — fügte er ahnungsvoll hinzu — „dieselbe müsse so beschaffen sein, daß sie für Serbien annehmbar sei“ („Die deutschen Dokumente“, Nr. 177). Der italienische Diplomat durchschaute also damals schon von Bukarest aus das nicht gerade feinerdachte Stratagem Berchtolds, und die Berliner Staatsmänner wollen es noch heute beschönigen!