Note 2 — Überblick.
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Die Gebrüder Hart hatten in ihren »Kritischen Waffengängen« die Forderung aufgestellt: die deutschen Dichter müßten »aus der germanischen Volksseele heraus schaffen«; ihre modernen Mitstürmer aber vermochten, wie oben ausgeführt, die Stoffe, die in der deutschen Volksseele lebten, weder zu erfassen, noch zu gestalten. Sie verfielen vielmehr der krassesten Ausländerei und befriedigten ihren germanischen Litteraturdrang dadurch, daß sie gehorsam zu den Füßen der Franzosen, Russen und Norweger saßen. Gegen diese Versumpfung der »litterarischen Revolution« und »Moderne« trat eine Bewegung auf, die das »Nationale« wieder in den Vordergrund zu schieben und eine »Heimatkunst« zu schaffen suchte. Politisch schloß sie sich an die Deutschbewegung in Österreich und den russischen Ostseeprovinzen an und fand ihren stärksten Ausdruck in dem von Erwin Bauer gegründeten »Zwanzigsten Jahrhundert«, zu dessen Mitarbeitern Karl Pröll, Adolf Graf Westarp, Fritz Lienhard, Oskar Linke, Jeannot Emil von Grotthuß u. a. gehörten. Diese »nationale« Litteratur-Bewegung verfiel jedoch sehr bald dem politischen Antisemitismus und verlor dadurch den Einfluß auf die deutsche Jugend ebenso rasch, wie sie ihn gewonnen hatte. Erst in den letzten Jahren sind diese Bestrebungen, wenn auch in etwas veränderter Form, von Ferdinand Avenarius, Adolf Bartels, Fritz Lienhard u. a. im »Kunstwart« und neuerdings in der »Heimat« wieder erfolgreich aufgenommen worden.