Note 14 — Der Krieg und die Juden.
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Dagegen unterstreichen z. B. die deutsch völkischen Blätter hämisch, daß Haase, welcher den verunglückten Aufruf veranlaßte, Jude sei, was man zu Kriegsbeginn, als er noch in minder unsympathischem Fahrwasser segelte, sorgsam unterließ, bei ihm zu erwähnen. Eine typische Todesanzeige für einen aktiven jüdischen Offizier mag hier folgen: Gestern Abend um ½9 Uhr verschied in der Medizinischen Klinik des Bürgerspitals zu Straßburg Herr Major Max Hollerbaum Kommandeur des B. Landsturm-Infanterie-Bataillons Passau II Ritter d. Eisernen Kreuzes, d. K. B. Militär-Verdienstordens usw. Das Bataillon steht in tiefer Trauer an der Bahre seines ersten Kommandeurs. Durch und durch Soldat, ein vornehmer, ritterlicher, zuverlässiger Charakter, durch Willenskraft und warmherziges Wohlwollen gleichmäßig ausgezeichnet, war er uns allen vorbildlich auch durch den Heroismus, den er im Kampfe gegen ein langwieriges, schweres Leiden bis zuletzt bewahrt hat. Es war ihm nicht vergönnt, wie an dem Kriege um die Gründung des Reichs so an dem um seine Behauptung bis zum ehrenvollen Abschluß teilzunehmen. Aber er hat Treue bis zum Tode gehalten, und sein Gedächtnis wird in hohen Ehren bleiben. Am 27. September 1915. Für das Landsturm-Infanterie-Bataillon Passau II I. V.: Hauptmann Freiherr von Pechmann. Anschließend mag noch bemerkt werden, daß Major Hollerbaum nicht der einzige aktive jüdische Offizier in der bayerischen Armee war. Es gab und gibt noch eine Anzahl solcher. Nachstehend seien nur einige namentlich genannt: Der alte bayerische Kürassiergeneral Carl Ritter v. Obermayer, Major Isidor Marx (Vater) und Major Maximilian Marx (Sohn), die Majore Orfenau, Friedmann, Henle u. a. Außerdem gab und gibt es viele jüdische aktive Sanitätsoffiziere, Militärbeamte und auch untere Chargen.

![[Verdienstkreuz]](/illustrations/e842a31c04adbcce.png)

