Note 46 — Zweiter Theil. Deutschland und Europa. (continued 3)
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Gerade so, wie in der politischen Welt Rußland (die Gewalt), England (das Geld) und Frankreich (die Lüge) dominiren. Um zu zeigen, wie dieser Zusammenhang nicht oberflächlich, sondern tief begründet sei, ziehe ich aus einem historischen Werke, worin mehr als in allen übrigen das Innere der Dinge ans Licht gestellt ist, einige England betreffende Worte an. „Wir wollen nur in wenigen Zügen bemerklich machen, wie schon vor der französischen Revolution England in demselben Maße immer mehr aufblühte, in welchem Genußsucht, Egoismus, Handelsgeist, Ueppigkeit, Geld, Eleganz des Lebens und Luxus-Bedürfniß, Europa in viel schwerere Ketten legte, als die Hierarchie, Ritterschaft und Despotismus, die oft in unsern Tagen allein geschmäht werden, ja schmieden können. Nach der Art, wie seit Ludwig XIV. Staat und Kriegswesen in Europa eingerichtet worden, hatte der Mensch nach und nach seine Bedeutung verloren, Geld schien einziges Bedürfniß, weil man mit Geld die stehenden Heere, die das Ganze in Ordnung halten sollten, bezahlte, mit Geld die besoldeten Diener ans Vaterland knüpfte, mit Geld die Verräther erkaufte, und mit Geld den Aufwand unterhielt, der bald Rang und Verdienste überglänzte“ — — — — „Seit dieser Zeit stieg der Wohlstand der Britten immer höher, und der Reichthum, der erst später auf der Insel selbst nach und nach Religion, Sitten und endlich auch den alten und edlen Sinn der freien Landbesitzer, die bis dahin den Kern der Nation ausmachten, verdarb, gab ihnen die Mittel, alle Thoren durch die zierliche, reinliche, reiche Außenseite zu blenden, und alle mächtigen Schurken zu kaufen. So ward Europa zuerst von England, in unsern Tagen aber England und Europa endlich zur großen Schmach der lebenden Generation vom Gelde, oder von Leuten, die es anschaffen können, und von seinem Gifte durch und durch verletzt sind, abhängig.“ Wie das System der Gewalt von Rußland allenthalben gestützt wird und mit ihm steht und fällt, haben wir schon oben gesehen; und daß in Frankreich die gewissenlose Sophistik, die Käuflichkeit der Talente und die Verdorbenheit in Literatur und Leben den entwickeltsten Grad erreicht hat, ist uns allen bekannt.