Note 31 — Zweiter Theil. Deutschland und Europa. (continued 2)
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Den Unterschied des wahren und falschen Gleichgewichts zu veranschaulichen, dient am einfachsten die Analogie der menschlichen Seele. Wenn wir von dem Gleichgewicht aller Seelenkräfte sprechen, welches großen Persönlichkeiten eigen ist, so wird darunter nicht eine gleiche Quantität derselben oder ein gleichartiges Maß der verschiedenen Talente verstanden, sondern die richtige Vertheilung, wonach diejenigen Fähigkeiten, welche den Kern des Manns bilden, die übrigen beherrschen, ohne sie jedoch einseitig zu beschränken oder in ihrer Wesenheit zu unterdrücken: während ein Mensch, der die homogensten Gaben zugleich und alle in demselben Grade besäße, uns als Unding erscheinen würde.